Dr. Oetker Stories

„Arbeitssicherheit geht uns alle an“

Der Arbeitsschutz bei Dr. Oetker wird kontinuierlich weiterentwickelt. Dafür ist der internationale Austausch besonders wichtig.

„Arbeitssicherheit geht uns alle an“

4.8.2026 Nachhaltigkeit Our Company

Wir haben ein standardisiertes Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (OH&S), welches auf der international anerkannten Zertifizierungsnorm ISO 45001 basiert, an 24 Produktionsstandorten eingeführt und implementiert. Damit wurde ein Meilenstein dieses Großprojektes erfolgreich erreicht.  

Um diesen Erfolg gemeinsam zu erleben, die bisher erzielten Fortschritte wertzuschätzen und zukünftige Herausforderungen anzugehen, trafen sich 20 Kollegen aus dem Bereich Gesundheit und Sicherheit von 14 Standorten zum internationalen Treffen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (OH&S) in Bielefeld.

Die zentralen Erkenntnisse aus den Keynotes, Best-Cases und Workshops: Ein effektives Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz entsteht nicht allein durch Standards, Systeme und Prozesse – sie beginnt in einer gelebten Kultur, die Sicherheit zur gemeinsamen Verantwortung macht. Interne Vernetzung und internationaler Austausch tragen zu einer starken und nachhaltigen Sicherheitskultur bei.

Erfahren Sie mehr dazu in den Videos von Anita Singh (Dr. Oetker Kanada) und Eliezeir Oliviera (Dr. Oetker Brasilien): 


Eliezer Oliveira, Occupational Safety Technician, Dr. Oetker Brazil gab einen Einblick in das System CIPA - Internal Commission for Accident Prevention. In Brasilien sind Unternehmen gesetzlich verpflichtet, die CIPA einzurichten.

Anita Singh, Health & Safety Manager Dr. Oetker Canada, zeigte beim internationalen OH&S Meeting, wie am Standort Safety Culture gelebt wird. Sie ist überzeugt: Gemeinsame Verantwortung und Führung sind unverzichtbar – und das auf allen Führungsebenen.

Das Projekt wird von Dr. Peter Kunz (SEM Quality & Innovation) und Alexander Siepmann (Projektleiter Internationales Qualitätsmanagement und Dienstleistungen) geleitet. Seit 2021 haben sie gemeinsam mit einem engagierten Projektteam und lokalen Kolleginnen und Kollegen an den verschiedenen Produktionsstandorten die Einführungs-, Implementierungs- und Auditierungsphasen koordiniert und durchgeführt.  


„Mit unserem standardisierten System haben wir die Arbeitssicherheit an unseren Dr. Oetker-Produktionsstandorten auf ein neues Niveau gehoben. Ich bedanke mich bei allen, die hierzu einen Beitrag geleistet haben.“, Dr. Peter Kunz, SEM F&E – Qualitätssicherung & Managementsysteme

„Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben und das Engagement aller Beteiligten an diesem Projekt investiert. Gleichzeitig arbeiten wir zusammen an den Zukunftsthemen für diesen wichtigen Bereich weiter.“, Alexander Siepmann, Projektleiter, Int. Qualitätsmanagement

Wie geht’s weiter?

Initiativen im Bereich Arbeitsschutz (OHS) und die Förderung der standortübergreifenden Zusammenarbeit werden gemeinsam weiter vorangetrieben. Auf Grundlage der Workshopergebnisse entstehen gerade neue und vorausschauende Projekte, die alle auf gemeinsame weltweite Ziele einzahlen: 

• Das erreichte hohe Niveau einer sicheren und gesunden Arbeitsumgebung aufrecht erhalten und weiterentwickeln. 

• Eine starke arbeitsschutzfördernde Unternehmenskultur aufbauen und nachhaltig stärken.

• Alle Mitarbeitenden aller Unternehmensbereiche und -ebenen einbeziehen und ermutigen, mitzuwirken.  

• Die Ausweitung des Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz-Managementsystems auf weitere Standorte.


Von Brandschutz bis Frühwarnsystem: Wir stellen beispielhaft Maßnahmen aus den Werken vor

Um den Arbeitsschutz weiterzuentwickeln, ist es entscheidend, auch das System kontinuierlich zu verbessern. Damit das funktioniert, ist eine intensive Beteiligung von Mitarbeitenden aller Ebenen und Funktionsbereiche unerlässlich. Diese interne Vernetzung und der internationale Austausch ebnen so den Weg zum Aufbau einer arbeitsschutzfördernden Unternehmenskultur. „Trainiere den Trainer“ lautet das nachhaltige Prinzip.

In Brasilien wird jährlich an den Standorten Sao Paulo und Itatiba eine „Accident prevention and health & safety week“ durchgeführt, bei der Mitarbeitende aller Arbeitsbereiche und -ebenen vor Ort Schulungen zur Unfallvermeidung, zum Risikobewusstsein, zur Erkennung und Meldung von Gefahren, den Schwerpunktthemen der Präventions- und Sicherheitswoche erhalten. In Brasilien wird die Woche SIPATMA (Sipatma steht für Semana Interna de Prevenção de Acidentes no Trabalho e Meio Ambiente) genannt. Außerdem gibt es regelmäßige Trainings der unternehmenseigenen Einsatztruppe in Kooperation mit der lokalen Feuerwehr; Gefahrensituationen wie zum Beispiel Brände werden dann simuliert. Zudem finden an allen drei Standorten CIPA Elections (CIPA steht für COMISSÃO INTERNA DE PREVENÇÃO DE ACIDENTES) statt. Das Unternehmen konzentriert sich nicht nur auf Themen der Arbeitssicherheit, sondern klärt die Mitarbeitenden auch über Gesundheit und Wohlbefinden auf, indem es ihnen zum Beispiel einen wirksamen Schutz vor ansteckenden Krankheiten vermittelt.

Eliezer Oliviera, Occupational Safety Technician bei Dr. Oetker Brasil Ltda.: „Die Bedeutung der Arbeitssicherheit sollte nicht unterschätzt werden – sie ist die Grundlage für das Wohlbefinden der Mitarbeiter, die Produktivität und den Erfolg des Unternehmens.“

Die Präventionsmaßnahmen rund um das Thema Evakuierung und Feuer- und Brandschutz wird großgeschrieben: Bei der Dr. Oetker Tiefkühlprodukte KG in Wittlich (Deutschland) finden regelmäßige Arbeitssicherheits- und Brandschutzbegehungen mittels einer detaillierten Checkliste statt. Auch unangekündigte Räumungsübungen (Evakuierungsübungen) sorgen dafür, dass man im Fall der Fälle jederzeit gut vorbereitet ist. Die Kooperation mit der örtlichen Feuerwehr ist auch hier ganz eng: Mehrmals im Jahr finden gemeinsam geplante Übungen auf dem Werksgelände statt. Dabei werden betriebsspezifische Besonderheiten, neue Gebäude und Räumlichkeiten, Gefahrenstoffe u.v.m. vorgestellt und entsprechende mögliche Einsatzszenarien simuliert. 

Dominik Schönhofen, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Dr. Oetker Wittlich, ist gleichzeitig seit 17 Jahren bei der ortsansässigen Feuerwehr tätig. Er betont: „Die enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ist für beide Seiten von Vorteil. Sollte es mal zu einer Gefahrenlage kommen, so sind die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr sehr gut über die räumlichen und gebäudetechnischen Gegebenheiten im Werk im Bilde und können effizient arbeiten."

In England, wo Dr. Oetker an den Standorten in Leeds und Leyland mit über 600 Mitarbeitenden vertreten ist, wurde am Standort Leyland ein digitales Frühwarnsystem eingeführt, um potenzielle Gefahren schnell aufzuzeigen, zu melden und zu beseitigen, bevor sie zu einem Risiko für unsere Mitarbeitenden werden. Damit das funktioniert, sind Mensch und Technik gefragt: Indikatoren für potenzielle Gefahren und Risiken werden monatlich identifiziert, entsprechende Maßnahmen werden direkt ergriffen, um mögliche Ursachen zu beseitigen. Anhand der in den Berichten übermittelten Informationen, kann das unternehmensinterne Health, Safety-, Environment-Team die Daten über ein digitales Dashboard analysieren. Dies hilft, Trends und Schwerpunktbereiche zu ermitteln, um eine kontinuierliche Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystems zu gewährleisten.

Dr. Oetker Mitarbeiter schaut auf Gesundheits- und Sicherheitsperformance

Der Mensch steht bei Dr. Oetker im Mittelpunkt; dies spiegelt sich auch in den regelmäßigen Ersthelfer-Schulungen wider. Am Standort Dr. Oetker in Wittenburg (Dr. Oetker Tiefkühlprodukte Wittenburg KG, Deutschland): trainieren die Kolleginnen und Kollegen, die zum Ersthelfer ausgebildet worden sind, ihr Wissen und bleiben immer up-to-date. Die Schulung der ca. 150 Ersthelfer am Standort Wittenburg findet im Abstand von zwei Jahren wiederkehrend statt. Besonders positiv ist es, dass diese wichtige Ausbildung durch einen qualifizierten eigenen Mitarbeitenden durchgeführt werden kann. Matthias Gabriel als Ausbilder hat somit die Chance, insbesondere auf werksspezifische Themen einzugehen und die Ausbildung daraufhin auszurichten.

Auch in Polen, wo Dr. Oetker mit über 900 Beschäftigten an den Standorten Gdansk, Lebcz und Plock vertreten ist, finden regelmäßig sogenannte „Occupational Health and Safety Days“ statt, um Mitarbeitende mit den verschiedensten Facetten des Arbeits-, Sicherheits- und Gesundheitsschutzes vertraut zu machen bzw. die vorhandenen Kenntnisse zu vertiefen und für die Praxis zu trainieren. 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Birgit Deker

Pressesprecherin People and Culture

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