Dr. Oetker Stories
Pizza mögen (fast) alle. Seit 1970 ist sie der Liebling in unserem Tiefkühlsortiment. 1981 wird das erste Dr. Oetker Werk in Rheinland-Pfalz in Betrieb aufgenommen, welches ausschließlich den italienischen Klassiker produziert. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands eröffnen sich neue Chancen und Absatzmärkte. 1992 wird daher ein weiteres Tiefkühlwerk in Betrieb genommen – das Werk Wittenburg.
8.12.2022 • Geschichte
In diesem Jahr kann die Belegschaft unseres Produktionswerks in Wittenburg ein stolzes Jubiläum feiern. Seit nunmehr 30 Jahren werden hier Tiefkühlpizzen produziert. Zusammen mit dem Werk Wittlich stellt Dr. Oetker über 2,3 Mio. Pizzen am Tag allein in Deutschland her. Eine beeindruckende Zahl! Schauen wir uns doch einmal an, wie in Wittenburg alles begann.
Durch den Fall der Mauer wird das lange Undenkbare Realität: Deutschland ist wiedervereinigt. Nicht nur für die Menschen in Ost und West bedeutet dies ein Zusammenwachsen, auch für Unternehmen ergeben sich neue Chancen. Zusammen mit einem anderen Hersteller der Nahrungsmittelbranche gründet Dr. Oetker daher 1991 ein Joint-Venture, um in den damals sogenannten „neuen Bundesländern“ zu produzieren. Die PIZZA-Frost GmbH entsteht, das Investitionsvolumen beträgt zunächst 60 Mio. D-Mark. Ein Standort ist auch schnell gefunden:. Wittenburg, vor den Toren Hamburgs gelegen, erweist sich als idealer Standort. Die Stadt ist durch die Autobahn 24 hervorragend angebunden, der Seehafen Hamburg und das wiedervereinigte Berlin sind dadurch schnell erreicht. Die breite Unterstützung der Bevölkerung und der Lokalpolitik tut ihr übriges. Die Bauarbeiten beginnen im November 1991. Schon 1992 übernimmt Dr. Oetker alle Anteile an der PIZZA-Frost GmbH, das Werk Wittenburg wird somit zukünftig in Alleinregie betrieben. 1994 sind die letzten Baumaßnahmen endgültig abgeschlossen. Zu dieser Zeit sind 126 Mitarbeiter im Werk tätig.
Im Oktober 1992 geht die erste Line mit der Produktion der Ristorante Salame in Betrieb. 1993 folgt die offizielle Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür für die Bevölkerung.
Dr. Oetker ist seit 1960 im Tiefkühlbereich aktiv, sodass sich über die Jahrzehnte ein enorm umfangreiches Sortiment entwickelt hat. Auch tiefgekühlte Backwaren werden produziert – deshalb laufen in Wittenburg auch deutsche Kuchenklassiker wie Berliner (eine Art Krapfen) vom Band. Darüber hinaus ergänzen Fertiggerichte das Produktionssortiment. Bereits 1989 führt Dr. Oetker die Produktlinie China-Town ein – Gerichte, die sich an asiatischen Landesküchen orientieren. Kundinnen und Kunden können zwischen Reis- und Nudelgerichten, Frühlingsrollen oder Meeresfrüchtespezialitäten wählen, die nach authentischen Vorbildern entwickelt wurden. In Wittenburg werden zwölf Produkte aus der China-Town-Linie hergestellt. Zusätzlich entstehen dort vier Nudelgerichte der Ristorante‑Reihe.
Pro Stunde können bis zu 1200 kg Pasta gekocht und 2300 kg Gemüse gemischt werden.Die Hersteller der eingesetzten Maschinen sind ebenso international wie die Gerichte selbst. Das Werk nutzt Anlagen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Schweden und Japan. Im Jahr 1994 werden in zwei Schichten täglich 104.000 Fertiggerichte produziert.
Im Pizzabereich führt Dr. Oetker 1994 die erste industriell hergestellte Pizza Calzone ein.Nach dem Schwesterwerk in Wittlich wird diese italienische Spezialität ab Mitte der 1990er‑Jahre auch in Wittenburg produziert. Die hochmodernen Anlagen lassen sich entsprechend anpassen.
Zu Beginn der 2000er‑Jahre fällt die Entscheidung, sich vollständig auf die Pizzaproduktion zu konzentrieren. Neue Pizzalinien werden gebaut, und Wittenburg entwickelt sich zum Kompetenz- und Entwicklungszentrum für Produktion und Prozesse rund um teigbasierte Dr.-Oetker-Produkte. Heute ist das Werk der größte Arbeitgeber der Region. Die Belegschaft ist inzwischen auf über 1.000 Mitarbeitende angewachsen. Mithilfe modernster Verfahren werden heute 180 Pizza‑ und Snackvarianten produziert – auch für den internationalen Markt. Damit ist das Werk Wittenburg bestens für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet, sodass sicher noch viele weitere Jubiläen gefeiert werden können!
Claus-Carsten Andresen
Pressesprecher Unternehmens- und Produktgeschichte / Archiv
Das könnte Sie auch interessieren