Wir werden oft gefragt, wie wir bei Dr. Oetker zu bestimmten Themen stehen. Die meist gestellten Fragen mit den entsprechenden Antworten haben wir hier in einer Übersicht zusammengestellt.
Wie lassen sich Klimaauswirkungen von Produkten transparent darstellen?
Diese Frage stellen wir uns Tag für Tag. Denn nur wenn wir den CO₂-Fußabdruck unserer Produkte kennen, können wir entsprechende Informationen berücksichtigen und auch unseren Verbrauchern bereit stellen. Schon jetzt können wir den Product Carbon Footprint (PCF) für unsere Pizzen halb automatisch in einem extern vom TÜV Nord verifizierten Verfahren berechnen (Produkt‑CO₂‑Fußabdruck einer Pizza erklärt). Die große Herausforderung dabei: Die vielen unterschiedlichen Berechnungsmethoden und Labels im Markt sind aktuell noch schwer vergleichbar. Auch gibt es unterschiedliche Darstellungsweisen, um den PCF für Verbraucher verständlich und damit anwendbar zu machen. Daher werden wir den PCF zunächst in ausgewählten Märkten kommunizieren, und uns anhand des Feedbacks dazu weiterentwickeln.
Als Basis für unsere von der SBTi validierten kurzfristigen Ziele haben wir außerdem unseren Corporate Carbon Footprint nach einem vom TÜV Nord verifizierten Verfahren erhoben, der insgesamt 2025 bei 2,6 Millionen Tonnen CO₂e liegt.
Entsprechend unser Responsible Sourcing Policy verpflichten wir uns dazu, nur Eier verwenden, die mindestens aus Bodenhaltung stammen. In Europa ist dies bereits ausschließlich der Fall, international derzeit zu 98,5 %. Wir haben dies weltweit als klare Vorgabe in unseren jeweiligen Spezifikationen und somit in den Lieferantenverträgen festgelegt. Für neu akquirierte Unternehmen gewähren wir mit Blick auf bestehende Lieferverträge eine Übergangsfrist von fünf Jahren.
Die Abholzung von Wäldern für landwirtschaftliche Nutzflächen ist ein globales Problem: Wälder sind nicht nur wichtige Kohlenstoffspeicher und Luftfilter, sondern auch entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt sowie wichtige Lebensräume für Menschen und Tiere.
Ende 2025 waren nur noch 7 % unserer Einkaufsumsätze mit einem hohen Entwaldungsrisiko verbunden. Ein hohes Entwaldungsrisiko liegt für uns vor, wenn Rohwaren nach dem 01.01.2020 potenziell mit Entwaldung oder der Umwandlung natürlicher Ökosysteme verbunden sind und wir dieses Risiko nicht sicher ausschließen können.
Um weitere Fortschritte zu erzielen, konzentrieren wir uns zunächst auf Rohwaren mit einem besonders hohen Entwaldungsrisiko. Dazu zählen Soja, Palmöl, Kakao, Rohrzucker aus Brasilien sowie papierbasierte Verpackungen. Auch Fleisch, Milchprodukte und Gelatine zählen zu diesen Rohwaren, da hierfür neben Weideflächen auch Flächen für den
Anbau von Futtermitteln benötigt werden.
Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem die Rainforest‑Alliance‑Zertifizierung kakaohaltiger Produkte sowie die RSPO‑Zertifizierung von Palmölprojekten. Darüber hinaus bereiten wir uns auf die Umsetzung der EU‑Entwaldungsverordnung (EUDR) vor.
Bei der Definition von „Wald“ und „Entwaldung“ orientieren wir uns an den Kriterien der Accountability Framework Initiative (AFI). Diese definiert auch das sogenannte Cut‑off‑Date zum 01.01.2020 – also den Zeitpunkt, nach dem keine Entwaldung auf Flächen erfolgt sein darf, auf denen Rohwaren für Dr. Oetker erzeugt werden. Ergänzend haben wir festgelegt, dass auf diesen Flächen auch keine Umwandlung anderer natürlicher Ökosysteme wie Feuchtgebiete, Savannen oder Grasland in landwirtschaftliche Nutzflächen erfolgen darf.
Erneuerbare Energien
Bereits heute decken wir unseren Strombedarf bilanziell über erneuerbare Energien. Ende 2025 waren 54% unseres Energiebedarfs über erneuerbare Energien gedeckt.
Dazu setzen wir an mehreren Hebeln an:
1. Energieverbrauch reduzieren: Je weniger Energie wir verbrauchen, desto kleiner ist die Herausforderung in Summe.
2. Energie selbst erzeugen: An 19 Standorten weltweit haben wir bereits Photovoltaikanlagen in Betrieb. So haben wir 2025 bereits über 20 Mio. kWh selbst erzeugten Strom auf unseren Anlagen genutzt
3. Erzeugte Energie selbst nutzen: Maßnahmen wie der Einsatz von Wärmepumpen oder neuen Hybridöfen tragen dazu bei, erneuerbare Energie direkt in unseren Werken zu nutzen.
4. Energie speichern: Ergänzend nutzen wir industrieübliche Speicherlösungen.
Der Umgang mit Gentechnik findet weltweit unterschiedliche Akzeptanz und wird insbesondere in den Ländern der EU skeptisch betrachtet. Dr. Oetker verwendet entsprechend in Europa keine gentechnisch modifizierten Rohstoffe.
All unsere Mitarbeiter sollen einen fairen Lohn erhalten, der es ihnen ermöglicht, die Grundbedürfnisse ihrer Familien zu befriedigen und am sozialen Leben teilzunehmen. Darunter verstehen wir den Zugang zu nahrhaftem Essen, bezahlbarem Wohnraum, ausreichender Kleidung, sicherem Transport, angemessener Bildung, guter Gesundheit und die Möglichkeit, Geld zu sparen. Ob dies der Fall ist, überprüfen wir in regelmäßigen Abständen basierend auf Daten zu Lebenshaltungskosten in Ländern, in denen Dr. Oetker aktiv ist.
Allein in Deutschland verarbeiten wir beispielsweise insgesamt rund 1 500 verschiedene Rohwaren. Diese beziehen wir zu mehr als 95 Prozent aus Europa, den Rest weltweit. Rohstoffe, die aufgrund ihrer regionalen Herkunft nicht im näheren Umfeld erhältlich sind, werden aus den für sie typischen Anbaugebieten bezogen. Wir sehen dies auch als Chance, in weniger entwickelten Regionen einen positiven Beitrag zu leisten.
Hazelnuts are often harvested by hand, frequently by seasonal workers. In some growing regions, there are social risks, including the risk of child labor.
In 2025, we purchased around 90% of our hazelnuts as Rainforest Alliance Certified. The Rainforest Alliance works with farms and local stakeholders to identify and address social and environmental risks, including with regard to child labor and working conditions.
More information: Dr. Oetker Sustainability Charter
Unser Ziel ist es, für unsere europäischen Werke nur noch Hähnchenfleisch zu beziehen, das mindestens den Kriterien des European Chicken Commitments (ECC) und somit der Masthuhn-Initiative entspricht.
Diese bieten den Tieren unter anderem eine langsamere Aufzucht, verbesserte Luftqualität, mehr Tageslicht und ein größeres Platzangebot. Beispielsweise ist danach eine maximale Besatzdichte von 30 Kilogramm pro Quadratmeter erlaubt, im Gegensatz zu 42 Kilogramm pro Quadratmeter nach europäischem Recht.
Um diesen Tierwohl-Standard zu sichern, haben wir Rohwaren-Spezifikationen definiert, die für unsere auditierten Lieferanten bindend sind. Bestehende Lieferanten arbeiten gemeinsam mit uns an der schrittweisen Umstellung. Wir prüfen außerdem kontinuierlich weitere geeignete Lieferanten, Produzenten und Standards.
2025 entsprachen in unseren deutschen Werken 88 % des verarbeiten Hähnchenfleisches vollumfänglich den Kriterien des European Chicken Commitments. Für unsere europäischen Werke lag dieser Wert bei 86 %.
Tiefkühlpizza und Müsli werden als hochverarbeitete Lebensmittel kritisiert. Aus diesem Grund möchten wir genauer erläutern, wie wir diese Produkte herstellen.
Unsere Pizzen und Müslis enthalten im Wesentlichen die Zutaten, die jeder Verbraucher oder auch Pizzabäcker im Handel kaufen kann, um eine Pizza oder ein Müsli zuzubereiten. Den Teig für unsere Pizzen stellen wir aus Mehl, Hefe, Pflanzenöl, Salz, teilweise etwas Zucker und Wasser her. Für die Auflage kommen – je nach Sorte – zum Beispiel Tomatensoße, Käse, Schinken, Salami, Thunfisch oder Gemüse zum Einsatz. Die Zutaten unserer Müslis sind Haferflocken, weitere Getreidesorten und – je nach Sorte – Nüsse, Mandeln, Kerne, Blütenhonig, Schokoladenstückchen oder getrocknete Früchte. Die Knusperstückchen für unsere Knuspermüslis werden mit einem Binder aus Sonnenblumenöl, Honig, Glucosesirup, Zucker und gegebenenfalls etwas Vanillin gebacken.
Beim Einkauf dieser Zutaten achten wir darauf, dass sie wenig verarbeitet wurden. Zudem überprüfen wir unsere Zutaten regelmäßig auf Pestizide, Schimmelpilze oder weitere Rückstände.
Darüber hinaus kommen wir dem wachsenden Wunsch unserer Verbraucher nach einer bewussteren Ernährung nach: Seit fast 20 Jahren haben wir aus eigener Initiative Salz, Fett, Zucker und Zusatzstoffe reduziert. Bei unseren Tiefkühlpizzen haben wir den Salzgehalt um mehr als 20 Prozent und bei unseren Müslis den Zuckergehalt je nach Sortiment zwischen 27 und 32 Prozent verringert. Zudem bieten wir Müslis ohne Zucker im Sortiment an. Auch Zusatzstoffe haben wir in unseren Pizzen und Müslis reduziert. Aufgrund neuer Technologien kommt ein Großteil unserer Pizzaböden komplett ohne Zusatzstoffe aus. Bei einigen Produkten können wir – genau wie das Handwerk oder der Verbraucher in der häuslichen Küche – jedoch nicht ganz auf Zusatzstoffe verzichten. Dieser Einsatz ist notwendig, damit Lebensmittel bis zum Ende ihrer Haltbarkeit eine gleichbleibende Qualität behalten und sich in Geschmack und Optik nicht verändern. Wir setzen jedoch nur so wenige Zusatzstoffe wie möglich und nur so viele wie nötig ein und verzichten, wo es möglich ist, ganz auf Zusatzstoffe. Unsere Zutatenlisten führen alle verwendeten Zutaten entsprechend auf.
Mehr dazu unter Zusatzstoffe und Aromen.
Diesen Ansatz werden wir kontinuierlich weiter verfolgen: Dr. Oetker Sustainability Charter
Insekten in oder als Lebensmittel finden ganz unterschiedlichen Anklang: Für einige Menschen sind sie eine Delikatesse oder dienen ihnen als Proteinquelle und für andere sind sie als Nahrung unüblich.
In der EU gelten Insekten oder deren Bestandteile in Lebensmitteln als „neuartige Lebensmittel“ und sind in der Novel Food Verordnung geregelt. Zu diesen neuartigen Lebensmitteln zählen laut EU-Verordnung Mehlwürmer, Getreideschimmelkäfer, Heuschrecken und Hausgrillen. Zum Schutz der Verbraucher sind Nahrungsmittelhersteller verpflichtet, diese Zutaten im Zutatenverzeichnis von Lebensmitteln aufzuführen. Somit können sich Verbraucher immer über den Einsatz dieser Zutat anhand der Etikettierung informieren.
Aktuell verwenden wir keine dieser neuartigen Lebensmittel in unseren Produkten und haben es derzeit auch nicht geplant.
Bei Schellack (E904) und Echtem Karmin (E120) handelt es sich nicht um „neuartige Lebensmittel“, sondern um bereits seit mehr als 30 Jahren zugelassene Zusatzstoffe, die längst die entsprechenden Sicherheitsprüfungen erfolgreich durchlaufen haben.
Schellack wird häufig als Überzugsmittel für bestimmte Obstsorten verwendet. Er ist u.a. aber auch zugelassen für Kaffeebohnen, Nahrungsergänzungsmittel, Süßwaren oder Schokolade.
Echtes Karmin gehört zu den Lebensmittelfarbstoffen, die aus natürlichen Quellen gewonnenen werden und verleiht Lebensmitteln eine intensive rote Farbe. Bei uns kommen diese beiden Zusatzstoffe im Wesentlichen bei unseren Dekorartikeln zum Einsatz. Dabei verfahren wir immer nach dem Grundsatz: Es werden so wenige Zusatzstoffe wie möglich und nur so viele wie nötig eingesetzt.
Dr. Oetker verwendet weltweit überwiegend Rainforest Alliance-zertifizierten Kakao. Für neu akquirierte Unternehmen können aufgrund bestehender Lieferverträge Übergangsfristen von bis zu fünf Jahren gelten.
Wir fordern ausdrücklich von all unseren Lieferanten, die Einhaltung international anerkannter Menschenrechte unter Beachtung geltender Gesetze sicherzustellen. Das umfasst auch das Verbot von Kinderarbeit nach den Konventionen der ILO (International Labour Organization).
Viele unserer Lieferanten setzen eigene Maßnahmen und Programme ein, um Risiken in ihren Lieferketten zu begegnen.
Lebensmittelverluste möglichst zu vermeiden, trägt dazu bei, Umweltbelastungen entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette zu reduzieren. Der direkte Einfluss von Lebensmittelproduzenten wie Dr. Oetker ist hier relativ gering: So fallen bei der Verarbeitung in der Produktion nach aktuellen Studien in Deutschland beispielsweise nur ca. 15 %* der Lebensmittelabfälle an.
Bis 2025 haben wir unsere Lebensmittelabfälle in der Pizzaproduktion um insgesamt 41 % reduziert (im Vergleich zu 2019, ohne Neuprodukte), in der Ambient Produktion um 27 % (seit 2021).
Mehr Informationen: Dr. Oetker Sustainability Charter
Wenn wir trotz sorgfältiger Planung unserer Mengen zu viel von einem Produkt produziert haben, spenden wir die Lebensmittel außerdem an verschiedene Initiativen rund
um die Welt – das ist in fast jeder Landesgesellschaft der Fall.
Auch außerhalb unseres direkten Einflusses setzen wir auf Maßnahmen, die dazu beitragen können, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Dazu zählen geeignete Produkt- bzw. Portionsgrößen, eine möglichst lange Haltbarkeit und eine Aufklärung des Verbrauchers zum Umgang mit dem MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum).
Zudem stehen wir beim Thema Lebensmittelverschwendung im Austausch mit unseren Lieferanten. Dabei thematisieren wir auch den Umgang mit verzehrfähigen Rohstoffen, die nicht unseren Qualitäts- oder Größenanforderungen entsprechen. Viele unserer Lieferanten verfügen über Prozesse, um solche Retouren verantwortungsvoll weiterzuverwenden.
*Lebensmittelabfälle in Deutschland, Bezugsjahr 2022, Quelle: Umweltbundesamt 2024
Mineralöle können auf zahlreichen Produktionsstufen in Lebensmittel gelangen: Durch Druckfarben auf Mineralölbasis aus recycelten Zeitungspapieren, über Rohstoffe oder im Produktionsverfahren.
Seit Bekanntwerden der Problematik mit Mineralölrückständen in Lebensmitteln vor einigen Jahren haben wir bereits eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen, um die Belastung durch Mineralölgemische zu reduzieren:
Wir führen seit einiger Zeit – sowohl bei unabhängigen Instituten als auch durch eine hauseigene Kohlenwasserstoff-Analytik – umfangreiche Stufenkontrollen (Rohware, verschiedene Produktionsstufen, Verpackung, fertiges Produkt) durch, um potentielle Eintragsmöglichkeiten zu identifizieren und die Wirksamkeit getroffener Maßnahmen regelmäßig zu überprüfen.
Wir verpflichten unsere Lieferanten vertraglich, internationale anerkannte Menschenrechte im Rahmen der jeweils geltenden Gesetze zu achten. Das umfasst insbesondere auch das Verbot von Kinderarbeit nach den Konventionen der ILO (International Labour Organization). Eine Zusammenfassung unserer Haltung und unseres Ansatzes im Bereich Menschenrechte findet sich in der › Grundsatzerklärung über die Menschenrechtsstrategie der Oetker-Gruppe.
Wir setzen die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) seit dem 1.1.2023 um. Ziel ist es, menschenrechtliche Risiken in unseren Lieferketten systematisch zu identifizieren, zu priorisieren und zu adressieren.
Grundlage hierfür sind die vom Menschenrechtskomitee der Oetker-Gruppe bereitgestellte Richtlinie zur Umsetzung von menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten gemäß dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, die Grundsatzerklärung zu unserer Menschenrechtsstrategie, unser › Oetker Supplier Code of Conduct sowie das › institutionalisierte Beschwerdeverfahren.
Mit der Einführung des Nutri-Scores und weiterer Initiativen für mehr Transparenz, möchte Dr. Oetker bewusste Kaufentscheidungen von Verbrauchern fördern und ihnen die bestmögliche Orientierung bei der Auswahl ihrer Lebensmittel ermöglichen.
Seit 2024 ist der Nutri-Score in Spanien, den Niederlanden, Portugal, der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg vorn auf der Packung sämtlicher Produkte der Marke Dr. Oetker, die in den Anwendungsbereich des Nutri-Scores fallen, zu sehen.
Zu Ende 2025 hat der Nutri-Score Lizenzgeber Santé Publique eine neue Markensatzung sowie einen überarbeiteten Algorithmus für die Berechnung des Nutri-Scores festgelegt, so dass wir nun diesen neuen Nutri-Score auf unseren Verpackungen ausweisen. In der Übergangsphase kann es sein, dass Verbraucher ein Produkt mit einer identischen Rezeptur, aber unterschiedlichem Nutri-Score in der Hand halten.
Nach wie vor wünschen wir uns in Summe eine einheitliche, gleichbleibende verbindliche EU-weite Lösung, auf die sich Verbraucher*innen und Unternehmen einstellen und verlassen können. Durch die vielen unterschiedlichen Label allein im europäischen Markt sowie eine Änderung der Bewertungsgrundlagen wie beispielsweise beim Nutri-Score, befürchten wir eine Verunsicherung der Verbraucher und eine abnehmende Akzeptanz.
Wichtig wäre dabei aus unserer Perspektive, dass der Algorithmus auf objektiven, ernährungswissenschaftlich basierten Kriterien beruht, die längerfristig gleichbleibend angewandt werden. Er sollte alle Produktkategorien fair evaluieren sowie eine gute Differenzierung für die Verbraucher ermöglichen. Optimalerweise sollten damit Unterschiede sowohl innerhalb bestimmter Lebensmittelkategorien als auch übergreifend sichtbar werden.
Dr. Oetker verwendet verschiedene pflanzliche Öle, die je nach Verfügbarkeit aus unterschiedlichen Ländern stammen können. Palmöl beziehen wir hauptsächlich aus Indonesien und Malaysia.
Wir sind seit 2012 Mitglied beim Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (Roundtable on Sustainable Palm Oil, kurz: RSPO) mit dem Ziel, einen Beitrag zur Reduzierung von Entwaldungs‑ und Menschenrechtsrisiken in unseren Lieferketten zu leisten. Das Palmöl, das wir direkt einkaufen, ist international zu 89 % RSPO-zertifiziert (2025).
Bei neu akquirierten Unternehmen gewähren wir eine Übergangsfrist von 5 Jahren, da wir möglicherweise bestehende Lieferverträge übernehmen müssen. Insbesondere bei Zutaten, in denen Palmöl nur eine sehr geringe Komponente des Rohstoffes ist, wie zum Beispiel in Emulgatoren, ist eine Umstellung teils herausfordernd.
Darüber hinaus verpflichten wir uns, die Anforderungen des RSPO zur Shared Responsibility, also einer gemeinsamen Verantwortlichkeit, einzuhalten. Weitere Informationen finden Sie in unserer Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie der Oetker-Gruppe und in unserem Supplier Code of Conduct.
Ende 2025 waren 87 % unserer Verpackungsmaterialien recyclinggerecht gestaltet (volumengewichteter Durchschnitt; ausgenommen Frankreich, Mexiko, Kanada, die Türkei, Kroatien, die Ukraine, die USA, Afrika, Asien und Australien sowie Handelswaren aufgrund der Datenverfügbarkeit).
In manchen Fällen ist Plastik nach sorgfältigem Abwägen im Vergleich zu Papier das geeignetere Verpackungsmaterial. Plastik bietet eine hohe Produktsicherheit und weist ein geringes Gewicht auf, was sich positiv auf die Transporteffizienz und damit auch auf die Klimabilanz auswirken kann. Wir überprüfen kontinuierlich, wie wir den Materialeinsatz für Verpackungen so gering wie möglich halten können.
Zudem legen wir Wert auf eine möglichst hohe Recyclingfähigkeit unserer Kunststoffverpackungen. Die von uns überwiegend verwendeten Mono‑Materialien – also solche, die nur aus einer Materialart bestehen – bieten hierbei Vorteile. Auch unsere transparenten und hellen Kunststoffe werden von Sortieranlagen meist zuverlässig identifiziert und den entsprechenden Materialströmen zugeordnet.
Wir beobachten zudem den Markt für alternative Verpackungsmaterialien. Aktuell können viele dieser Alternativen jedoch von den bestehenden Recyclingsystemen (noch) nicht verarbeitet werden.
Mehr Informationen: Dr. Oetker Sustainability Charter
Unsere Verpackungsmaterialien aus Papier oder Pappe bestehen zu 70 bis 80 Prozent aus recyceltem Material. Insgesamt waren 2025 bereits 61 % der von uns verwendeten Verpackungsmaterialien recycelt (volumengewichteter Durchschnitt; ausgenommen Frankreich, Mexiko, Kanada, die Türkei, Kroatien, die Ukraine, die USA, Afrika, Asien und Australien sowie Handelswaren aufgrund der Datenverfügbarkeit).
Über Papier und Pappe hinaus ist der Einsatz wiederverwerteter Materialien laut der aktuellen Gesetzeslage für Lebensmittel nur eingeschränkt möglich. So ist es nicht erlaubt, recycelte Kunststoffe aus nicht geschlossenen Materialkreisläufen im direkten Kontakt mit Lebensmitteln einzusetzen. Eine breitere Nutzbarkeit recycelter Verpackungsmaterialien im Lebensmittelbereich hängt daher maßgeblich von zukünftigen regulatorischen Entwicklungen auf EU‑Ebene ab.
Methoden der regenerativen Landwirtschaft zielen darauf ab, landwirtschaftliche Systeme so zu bewirtschaften, dass sich Bodenfruchtbarkeit, Wasserrückhalt und die Vielfalt von Pflanzen und Tieren langfristig positiv entwickeln können und – je nach Standort und Bewirtschaftung – der Bedarf an Dünger und Pestiziden reduziert werden kann. Dr. Oetker prüft – auch im Rahmen seines SBTi‑Commitments – gemeinsam mit ausgewählten Lieferanten und Partnern, in welchen Bereichen und unter welchen Bedingungen regenerative Anbaumethoden als wirksamer Hebel für Emissionsreduktionen und Biodiversitätsförderung eingesetzt werden können. Ziel ist es, auf Basis belastbarer Erkenntnisse konkrete Pilotansätze zu entwickeln und deren Wirkung anhand definierter Kriterien zu bewerten.
Salz ist im menschlichen Körper wichtig für bestimmte Körperfunktionen wie z. B. der Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushaltes der Körperzellen und zur Regulation des Blutdrucks. Wenn wir zu viel Salz essen, kann dies auf Dauer zu Bluthochdruck führen.
Dr. Oetker versucht daher, den Salzgehalt in seinen Pizzen möglichst gering zu halten. Von 2007 bis 2025 haben wir den Salzgehalt unserer international angebotenen Pizzen durch eine stufenweise Verringerung um ca. ein Drittel gesenkt. Bis Ende 2025 haben wir einen Wert von 1,06 mg pro 100 g Pizza erreicht.
Natürlich werden wir weiterhin Salz reduzieren, wo dies möglich ist. Hierfür forscht Dr. Oetker intensiv in Zusammenarbeit mit Rohwarenherstellern und -lieferanten sowie Universitäten daran, insbesondere bei den grundlegenden Rohstoffen für unsere Pizzen den Salzgehalt zu verringern. Denn: Die Rezepturen unserer Pizzen enthalten teils Kochsalz, um beispielsweise die Teigherstellung und den würzigen Geschmack zu unterstützen. Des Weiteren ist Salz Bestandteil einiger Rohwaren, wie Salami, Schinken und Käse. Hier wird Salz aufgrund seiner konservierenden Eigenschaft benötigt, um Bakterien- und Schimmelwachstum zu verhindern und damit die mikrobiologische Sicherheit der Zutaten zu gewährleisten. Ohne Salz müssten hier beispielsweise Konservierungsstoffe diese Funktion übernehmen.
Mehr Informationen: Dr. Oetker Sustainability Charter
Wir haben uns der Science Based Targets initiative (SBTi) angeschlossen und verpflichten uns damit zu wissenschaftlich fundierten Klimazielen und einer kontinuierlichen Berichterstattung gemäß den Kriterien der weltweit anerkannten Initiative. Unsere kurzfristigen Klimaziele bis 2034 sind von der SBTi validiert.
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Bei Dr. Oetker beziehen wir Thunfisch aus Fischerei, die nach dem Marine Stewardship Council (MSC)-Umweltstandard zertifiziert ist. Fischprodukte mit dem MSC‑Siegel stammen aus Fischerei, die nach festgelegten ökologischen Kriterien bewertet wurde, wie der Zustand der Fischbestände, die Auswirkungen auf das marine Ökosystem und ein vorhandenes Fischereimanagement. Die Bewertung erfolgt durch unabhängige Prüfstellen. Zusätzlich müssen alle Unternehmen entlang der Lieferkette gesondert zertifiziert sein, um die Rückverfolgbarkeit zertifizierter Produkte sicherzustellen.
Außerdem kaufen wir ausschließlich den als nicht gefährdet geltenden Skipjack (Katsuwonus pelamis) ein. Unser Thunfisch stammt überdies aus Fischereien, die nach dem Dolphin‑Safe‑Standard arbeiten.
Bei Dr. Oetker verarbeiten wir in relevantem Umfang tierische Rohstoffe wie Eier und Eiweißpulver, Käse und Molkereiprodukte sowie Salami und Hähnchenfleisch. Entsprechend übernehmen wir Verantwortung dafür, das Tierwohl entlang unserer Lieferketten zu fördern und die Haltungsbedingungen schrittweise zu verbessern. Die grundlegenden Anforderungen an unsere Lieferanten sind in unserem Supplier Code of Conduct und unserer Responsible Sourcing Policy festgelegt. Ergänzend erarbeiten wir derzeit eine Tierwohl-Einkaufspolitik, die über die allgemeinen Anforderungen auch weitere tierartspezifische Ziele definiert.
Parallel erweitern wir unser Angebot an pflanzenbasierten Produkten und Rezepten und kennzeichnen transparent, ob und wie unsere Produkte vegan zubereitet werden können. So ermöglichen wir den Verbrauchern eine bewusste Entscheidung für eine Ernährung ohne tierische Proteine.
Eines der wichtigsten Aromen, mit denen Menschen weltweit Kuchen und Desserts verbinden, ist Vanille. Daher ist Vanille eine essenzielle Zutat für Dr. Oetker.
Die Anbaugebiete der in unseren Produkten verwendeten Vanilleschoten liegen in Madagaskar, Uganda, den Komoren, Indonesien und Papua-Neuguinea. Wir beschaffen unsere Vanille über Partner und nicht direkt vor Ort. Dazu arbeiten wir mit unseren Lieferanten nach international festgelegten Standards zusammen. Diese beruhen zum Teil auf den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und beinhalten Vorgaben zum Umweltschutz, zur Herkunft und zur Qualität der Rohwaren und Produkte.
Wir engagieren uns zunehmend in Initiativen vor Ort. So sind wir beispielsweise Mitglied der Sustainable Vanille Initiative (SVI). Diese Initiative wurde 2015 von internationalen
Lebensmittelherstellern und der Vanilleindustrie ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, die Nachhaltigkeit und Qualität der Vanilleproduktion langfristig zu verbessern, insbesondere in Madagaskar, dem weltweit größten Anbaugebiet für Vanille.
2024 haben wir 13 % unserer Vanille nachhaltig zertifiziert eingekauft.
Einer der bekanntesten und beliebtesten Aromastoffe ist sicherlich das Vanillin. Es ist der Hauptaromastoff der Vanilleschote und kann hieraus extrahiert und anschließend verarbeitet werden. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass der weltweite Bedarf an Vanillin nicht allein aus den Vanilleschoten gedeckt werden kann. Aus den rund 8.000 Tonnen Vanilleschoten, die jedes Jahr geerntet werden, ließen sich theoretisch lediglich 160 Tonnen Vanillin gewinnen. Das entspräche weniger als ein Prozent des weltweiten Bedarfs von etwa 20.000 Tonnen und würde somit nicht ansatzweise ausreichen. Daher setzt auch Dr. Oetker nicht nur echte Vanille ein, sondern bietet auch Produkte mit dem Aromastoff Vanillin an. Ausgewiesen ist dies jeweils eindeutig anhand der Zutatenliste auf der Verpackung eines Produktes.
Vegane Produkte können – je nach Zusammensetzung und Herstellungsprozess – geringere Treibhausgas- und Wasserfußabdrücke aufweisen als vergleichbare Produkte mit tierischen Zutaten (Produkt‑CO₂‑Fußabdruck einer Pizza erklärt). Darüber hinaus beeinträchtigen sie das Tierwohl nicht. In vielen Landesgesellschaften bieten wir unterschiedliche vegane Produkte in den Kategorien Pizza, Kuchen und Dessert an. Außerdem kennzeichnen wir Produkte, die für eine vegane Zubereitung geeignet sind, zunehmend auf der Vorderseite der Verpackung; ergänzt um vegane Zubereitungshinweise auf der Rückseite. Des Weiteren finden Verbraucher auf unseren Websites zahlreiche vegane Rezepte, mit denen sie unsere Produkte pflanzenbasiert zubereiten können.
Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen für unsere Erde. Wir alle brauchen es zum Leben – und auch wir als Unternehmen nutzen Wasser an vielen Stellen: für die Herstellung unserer Produkte, für Reinigungsprozesse und zur Kühlung von Anlagen.
2025 haben wir in unserer Produktion insgesamt ca. 1.000.000 m³ Wasser entnommen und etwa 700.000 m³ Wasser eingeleitet.
Mehr Informationen: Dr. Oetker Sustainability Charter
Neben seiner Funktion als Energielieferant hat Zucker vielfältige weitere Funktionen in Lebensmitteln: Er dient der Geschmacksgebung, er beeinflusst die Textur und Konsistenz von Lebensmitteln und er wirkt auf natürliche Weise konservierend. Dr. Oetker steht mit seinen Produkten für Genuss – und ist sich gleichzeitig im Klaren darüber, dass Menschen Zucker in Maßen essen sollten. So möchten wir Zucker möglichst schonend einsetzen und schauen uns für alle Produkte genau an, inwieweit wir – bei gleichbleibend gutem Geschmack – den enthaltenen Zucker reduzieren können.
Im Sortimentsbereich Frische Desserts erfolgten beispielsweise bereits mehrere Rezepturanpassungen. Bei den beiden stärksten Sorten Paula Pudding Vanillegeschmack mit Schoko-Flecken sowie Paula Schoko-Pudding mit Vanillegeschmack-Flecken wurde der Zuckergehalt von 14,1g/100g in 2013 über drei Zwischenschritte auf 10,69g/100g in 2022 gesenkt. Somit liegt der durchschnittliche Zuckergehalt des Paula Dessert Sortiments nun insgesamt bei unter 12g/100g.
Im Zeitraum von 2006 bis Ende 2025 konnte auch der durchschnittliche Zuckergehalt des gesamten Vitalis-Sortiments reduziert werden. Lag der durchschnittliche Zuckergehalt 2006 noch bei 24,6g/100g, so wurde der Wert stufenweise auf 17,72 g/100g* abgesenkt. (*Bei den Werten handelt es sich um absatzgewichtete Durchschnittswerte, bezogen auf den deutschen Markt)
Mehr Informationen: Dr. Oetker Sustainability Charter
Bei einigen Produkten können produzierende Unternehmen aus demselben Grund wie das Handwerk oder der Verbraucher in der häuslichen Küche nicht gänzlich auf den Einsatz von Zusatzstoffen verzichten: Zum Beispiel werden Backtriebmittel eingesetzt, damit der Kuchen aufgeht. Zusatzstoffe (auch bekannt als E-Nummern) werden daher schon seit jeher bei der Lebensmittelproduktion eingesetzt. Ohne diese wäre das heute reichhaltige und qualitativ hochwertige Lebensmittelangebot nicht denkbar. Sie dienen der Sicherheit und Haltbarkeit von Lebensmitteln und tragen somit auch zur Verringerung der Lebensmittelvernichtung bei. Dr. Oetker verfährt dabei nach dem Quantum-satis-Prinzip: Es werden so wenige Zusatzstoffe wie möglich und nur so viele wie nötig eingesetzt. Durch Verbesserung der Technologien und Weiterentwicklung der Rezepturen arbeitet Dr. Oetker seit Jahren konsequent an der Reduzierung von Zusatzstoffen sowie an neuen
Sortimenten, die möglichst ohne Zusatzstoffe auskommen.
Dr. Oetker setzt in seinen Produkten wenn möglich ausschließlich naturidentische“ Aromastoffe, natürliche Aromastoffe und Aromaextrakte ein, die in der EU ausdrücklich zugelassen sind. Natürliche Aromaextrakte, wie zum Beispiel Vanilleextrakt, bedürfen einer solchen Zulassung nicht. Sie werden aus Lebensmitteln und Stoffen pflanzlichen,
tierischen und mikrobiologischen Ursprungs gewonnen und bestehen aus einem Bouquet natürlicher Aromastoffe. Eingesetzte Aromen werden gemäß den gültigen Kennzeichnungsvorschriften in der Zutatenliste transparent deklariert. Aromen werden bei Lebensmitteln verwendet, um deren Geschmack zu erhalten, zu unterstützen oder abzurunden. Der ursprüngliche geschmackliche Charakter des Produktes bleibt dabei in der Regel erhalten. Aromen werden aufgrund ihrer Intensität nur in sehr geringen Mengen verwendet.
Anders als bei hausgemachten Speisen, die zeitnah verzehrt werden, können industriell
hergestellte Lebensmittel durch Verarbeitung, Lagerung und Transport teilweise ihr ursprüngliches Aroma verlieren. Hinzu kommt, dass bei reinen Naturprodukten, beispielsweise Erdbeeren, nicht jede Erdbeere identisch schmeckt. Dies hat unter anderem mit den Sorten oder Reifegraden zu tun. Verbraucher erwarten jedoch immer einen annähernd gleichen Geschmack über die gesamte Lebensdauer des Produktes. Um dies zu gewährleisten, setzen Hersteller von Lebensmitteln bei Bedarf Aromen in ihren Produkten ein – so auch Dr. Oetker.